Erfolgreicher Auftakt für neu gegründetes „Darmstädter Kulturforum der Sozialdemokratie“ im Darmstadtium – Verein will „Brückenschlag zwischen Kultur und Politik“
(kds). Erfolgreicher Start für das neu gegründete „Darmstädter Kulturforum der Sozialdemokratie“: Vereinsvorsitzende Sandra Russo freute sich mit ihren Mitorganisatoren aus dem Gründungsvorstand über knapp zweihundert Kulturinteressierte im Darmstadtium.
Der ursprünglich als Hauptredner des Abends vorgesehene Bundesvorsitzende des Kulturforums der Sozialdemokratie, Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse, musste seinen Besuch in Darmstadt wegen eines Krankenhausaufenthalts kurzfristig absagen – dennoch kam mit Klaus-Jürgen Scherer, dem Geschäftsführer des Kulturforums der Sozialdemokratie, ein kompetenter Kulturpolitiker aus Berlin.
Klaus Krumrey, Geschäftsführer des Darmstadtiums, begrüßte die Gäste des Kulturforums. Er freute sich darüber, dass der noch junge Verein zum Auftakt in das Wissenschafts- und Kongresszentrum gekommen war.
Die Vorsitzende des Darmstädter Kulturforums, Sandra Russo, umriss in ihrer Ansprache die Ziele des Vereins: „Wir engagieren uns, weil wir uns für Kunst und Kultur in unserer Stadt einsetzen. Wir wollen gemeinsam für ein Darmstadt werben und arbeiten, in dem Kunst und kulturelles Leben auch in der Zukunft lebendig bleiben.“ Sandra Russo weiter: „Wir wollen Lobby sein für Kunst und Kultur in Darmstadt im Interesse der Kulturschaffenden, wir wollen Ansprechpartner sein und Diskussionen anstoßen“. Die Vorsitzende beschrieb dies als „den Brückenschlag zwischen den Künsten und der Kultur in ihrer ganzen Vielfalt und dem politischen Engagement für die soziale Demokratie.“
Michael Siebel, Darmstädter Landtagsabgeordneter und Landesvorsitzender des Hessischen Kulturforums der Sozialdemokratie, freute sich darüber, dass es künftig auch in seiner Heimatstadt Darmstadt ein Kulturforum geben wird.
Hanno Benz, Vorsitzender der SPD-Stadtverordnetenfraktion, würdigte Darmstadt als bedeutende Kulturstadt, deren Schätze es zu erhalten gelte. Kritisch sieht Hanno Benz das finanzielle Engagement der Stadt für den „Kulturfonds Rhein-Main“. Hanno Benz: „Ich sehe bislang nicht, was Darmstadt davon hat“. Darüber müsse geredet werden ebenso wie über die Neuaufstellung des Schlossmuseums oder des Literaturhauses.
Klaus-Jürgen Scherer, Bundesgeschäftsführer des Kulturforums der Sozialdemokratie, sprach über die Aufgaben der Kulturpolitik im Bund. Scherer erinnerte daran, dass es vor zehn Jahren der SPD-Bundeskanzler Gerhard Schröder war, der mit einer neuen Kulturpolitik im Bund „endlich die ihr zustehende Bedeutung verlieh und ein moderneres, offeneres und für Künstler produktives Klima schuf.“ Scherer: „Das Amt des Kulturstaatsministers und der neue Bundestagsausschuss für Kultur und Medien stehen durchaus für wegweisende intellektuelle Anstöße und für verbesserte Rahmenbedingungen der Kulturförderung.“
Der Geschäftsführer warb in Darmstadt außerdem für Frank-Walter Steinmeier, den sozialdemokratischen Kanzlerkandidaten: „Gut, dass wir in dieses Wahljahr mit Frank-Walter Steinmeier gehen, der in vielen Kulturszenen hoch anerkannt ist, dessen kulturpolitische Reden den bei Kulturschaffenden angesagten Ton treffen, der sich wirklich einlässt auf die Sorgen und Nöte der Künstler“. Klaus-Jürgen Scherer zeigte sich überzeugt: „Mit ihm wird dort, wo jetzt Symbolpolitik von Bayreuth, Gala und Filmglamour überwiegt, wirklich wieder der kulturelle Diskurs im Kanzleramt einziehen.“
Sandra Russo dankte neben dem Hauptredner aus Berlin vor allem den Künstlern, die an diesem Abend mit dabei waren: Den Malern Barbara Bredow, Gerd Winter, Frank Schylla und Manfred Staudt, der Freien Szene mit dem Theater Mollerhaus, dem Theaterprojekt Kirschgärten, dem Fotografen Christian Grau, dem Lyriker Kurt Drawert, Ute Ritschel („Vogelfrei“), dem Architekten und Denkmalpfleger Nikolaus Heiss sowie Darmstadt-Marketing, dem Team des Darmstadtiums mit Klaus Krumrey und Caroline Diefenbach sowie Günter Hamm (Catering) und Wolfgang Koehler von der Darmstädter Brauerei sowie Sibel und Nida Öz.
Das Darmstädter Kulturforum der Sozialdemokratie wird nun in den kommenden Monaten die inhaltliche Arbeit vorbereiten.